Morgenrot_53's Webseite
Norbert, ich danke Dir, für das wunderschöne Gedicht,
das du für mich geschrieben hast.
Danke auch, dass ich von deinen Gedichten welche hier veröffentlichen darf.
... ich umarme dich ...
Und wieder sitz ich hier zuhause -
zerbreche mir erneut den Kopf,
um eine Freundin zu beschreiben;
doch es ist schwer.
Ich armer Tropf!
Sie ist halt die, die auch in Stunden,
wenn ich traurig und geschunden,
mich mit ihren Worten tröstet -
ihre Energie mir schickt
und somit leckt an meinen Wunden
Dort, wo andre Blicke wenden,
Unverständnis rüber senden
und plötzlich keine Zeit mehr haben
und Telefone stets besetzt,
merkst du wie manche Freunde blenden.
Geht’s dir gut, bist du willkommen,
doch wehe dir wird das genommen,
was deine Freunde an dir mögen
dein Witz, dein Scharm und dein Vermögen!
Von Freunden wirst du ausgenommen.
Nur wenige sind es die bleiben,
die regelmäßig dir noch schreiben.
Sie bieten Hilfe, Halt und Trost.
Geh’n mit dir durch schwere Not.
Die andern darfst du dann ruhig meiden!
So ging es mir - und ich fand sie!
„Hab keine Zeit“, das sagt sie nie -
ist liebe Freundin und Vertraute
Findet Töne – leise, laute-
und hörte wenn die Seele schrie.
Ich lernte wieder weinen, lachen,
Leben, lieben, Freude machen.
Und besiegte tiefe Not;
nie mehr Sehnsucht nach dem Tod
Sie wird ewig über mich wachen
Mein dank an sie ist tiefe Freundschaft,
ein offenes Ohr, wenn sie es mag.
Ich denk an dich … an jedem Tag.
Danke, dass es dich gibt, Traudl!
Ein böses Wort
Ein böses Wort aus einem Munde,
ob als Schall, ob Niederschrift,
hinterlässt oft böse Wunden,
erkennst Du selbst die Wirkung nicht!
„es“ nicht gewollt, nicht so gemeint,
so klingt es dann meist hinterher –
getrennt ist nun was einst vereint
und Kittversuche? – die sind schwer!
Es unterscheidet uns von wilden Tieren:
Uns´re Worte und der Geist.
Wir können uns artikulieren,
was eigentlich gelingt – zumeist!
Doch wehe dem, der erst gesprochen,
bevor die Worte wohl durchdacht,
weh dem, der schrieb, was nicht für jeden,
der oft verletzt und Leiden schafft.
Ein Wort, das jemals ausgesprochen
kehrt nie in einen Mund zurück.
Und hat es je ein Ohr getroffen,
dann bringt es Leiden oder Glück!
Und jedes Wort dringt in die Seele,
formt Kinder, prägt Persönlichkeit.
Drum achte welches du wohl wählest,
damit nur Gutes übrig bleibt!
31. Mai 2001

Nur für Singles:
Früh zeigt der Spiegel Dir dein Ebenbild,
mal schläfrig, mal zerzaust und wild -
ein Bild, das Dir recht gut vertraut,
dir täglich in die Augen schaut
und lächelnd Deiner Seele deutet,
ein neuer Tag sei eingeläutet.
Sodann bist Du auch voller Mut.
Ja - so ein Lächeln tut doch gut.
Und ist’s kein andrer der’s Dir schenkt,
halt niemand da, der an Dich denkt,
dann denke halt: "Es ist, wie’s ist! -
Wie schön, dass du ein Single bist."
30. Mai 2001
Über dieses Gedicht habe ich mich besonders gefreut.
Meine Freundin Judith hat es für mich geschrieben.

Ich danke Dir von ganzem Herzen,
es ist wunderschön.



Schenefeld 3
Der schrei
der möwen
ist wie ihr flug gebannt vom dunkelndem himmel
der das gewitter
ruft
und
tief in der nacht
zucken die blitze
dass es
das herz des jungen schmerzt
er
seine fingerspitzen an die fensterscheibe legt
sein gesicht
von aussen
von bächen überströmt erscheint

Sternschanze 2
Mit hunden
und fallen gestellt
ans schlupfloch
sie hocken
barfuß
auf tüchern
die münze
im hut
fürs essen
über dem schädel
verletzbare
luft
und lauern
sie lauern
am bahnhof
doch
wir sind klug
sorgsam
ändern wir
standpunkt und ziel

Kondor bei Hagenbeck
Sieh mal
schon wieder so einer
im schäbigen mantel
aufgestellt zur warnung
vor der exotic der schnorrer
hat er die blicke verdient
kann auch kein kunststück
sagt nichts
vom segeln im luftmeer
und wer sah
den schatten übers gras
gleiten
der alle geräusche ausstrich
Märzsonne
Die schwarze treppe
kommst du vom wind zerzaust
herunter
deine locken fallen
bedecken das wort abschied
so oder so
weht es zu mir herüber
nur kurz
die sonne
auf frierenden zweigen
deine locken sind schön wie zuvor

Träumer
Mein kater K.
hilft mir beim schlafen
er zählt
meine schnurrigen träume
mit deutung beschäftigt
noch morgens
öffnet er nicht wenn es läutet
und endlich erwacht
schärft er die kralle...
fangen wir uns einen vogel

Von meinem " Zwilling"

aus dem wunderschönen Harz
habe ich dieses Gedicht bekommen.
Danke, lieber Basti.
Die geschenkte Zeit
*...Alle schauen und sie suchen,
die Zeit verrinnt, es ist zum fluchen.
Vergeht so Stund, um Stunde unsre Zeit.
Jede Minute, die noch bliebe,
die wichtig wär, für unsere Triebe
man nennt es auch die Herzensliebe,
verliert sich nur in Einsamkeit.
Wenig Licht, nur Dunkelheit,
sie raubt uns die geschenkte Zeit.
Wer gibt uns bloß nen guten Rat,
man dreht sich wie im Hamsterrad.
Die Uhr, sie tickt, gemein und schnell,
wann wird es nur bloß wieder hell?...*
(von mir 10/2007)